Lokomotivremise Uster

Fünf Tore, mit Gleisen speichenähnlich untereinander ins Rad verknüpft, fünf Zonen oder Schichten farbig übereinander: Das ist fein beobachtet und vielleicht auch glücklich aufgefangen. Wäre der Fotograf besser noch die anderthalb Schritte nach links gegangen, um sich perfekt frontal aufzustellen und so die Symmetrie vollkommen zu machen? Ich weiss es nicht, aber auch so scheint mir der Ausschnitt grandios gelungen – die Dreiecke der seitlichen Vordächer, die in diese Komposition aus Halbbögen und Linearmustern einschneiden, die Brechung der Symmetrie durch den Ziegelschornstein im Hintergrund, das Kreissegment der Drehscheibe, auf dem die ganze Komposition eher labil als stabil ruht.
Auch in der Darstellung des Gebäudes, anscheinend der ältesten Rundlokremise der Schweiz, über die es noch keinen Artikel in Wikipedia gibt, leistet das Bild anschaulich, was es soll: Ein Gebäude im Dornröschenschlaf. Hier könnte jede der Türen aufgehen und eine Lok herausfahren aber, man ahnt es, das wird selten passieren. Kein Russ hängt mehr unter den Simsen, kein Schmutz mehr in den Gleisen.

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