uster wins …

Note: this is work in progress!

After a tough jury work, where more than 7000 pictures has been evaluated back and forth against each other, the contest has now com to an end. It has been a joyfull work and it is an incredible amount of good pictures that now can be used on Wikipedia. All the pictures that has been uploaded can be found on Wikimedia Commons.

Bahnhof Uster mit zwei Lok-RemisenKommentar WLM 2011, Schweizer Jury:
Fünf Tore, mit Gleisen speichenähnlich untereinander ins Rad verknüpft, fünf Zonen oder Schichten farbig übereinander: Das ist fein beobachtet und vielleicht auch glücklich aufgefangen. Wäre der Fotograf besser noch die anderthalb Schritte nach links gegangen, um sich perfekt frontal aufzustellen und so die Symmetrie vollkommen zu machen? Ich weiss es nicht, aber auch so scheint mir der Ausschnitt grandios gelungen – die Dreiecke der seitlichen Vordächer, die in diese Komposition aus Halbbögen und Linearmustern einschneiden, die Brechung der Symmetrie durch den Ziegelschornstein im Hintergrund, das Kreissegment der Drehscheibe, auf dem die ganze Komposition eher labil als stabil ruht.

Auch in der Darstellung des Gebäudes, anscheinend der ältesten Rundlokremise der Schweiz, über die es noch keinen Artikel in Wikipedia gibt, leistet das Bild anschaulich, was es soll: Ein Gebäude im Dornröschenschlaf. Hier könnte jede der Türen aufgehen und eine Lok herausfahren aber, man ahnt es, das wird selten passieren. Kein Russ hängt mehr unter den Simsen, kein Schmutz mehr in den Gleisen.

Bahnhof Uster mit zwei Lok-Remisen Photo: Roland zh. License: CC-BY-SA-3.0

Stadtkirche Burgdorf, Chorgestühl Kommentar WLM 2011, Schweizer Jury:
Hübsch brav aufgereiht, sitzen die Holzfiguren da und warten auf den Gottesdienst. Das Streiflicht liesse ihre Konturen gut erkennen, wäre die Reihe nicht so aufgenommen, dass nur eine der Figuren in den Fokus rückt, die offenbar die Stuhllehnen bilden. Alle anderen verschwinden in der Schärfentiefe, aber diese eine – eine werdende Mutter? – schaut versonnen in die Welt. Und, halt: Ein kleines Köpfchen darüber guckt ganz ineressiert-verschmitzt.

Ob das Chorgestühl zusammen mit dem Lettner aus dem 16. Jhd stammt oder ob es sich um eine Arbeit des Historiscmus handelt – oder ob es gar aus der Renovierung des 20. Jhd hervorging, darüber sagt uns der Wikipedia-Artikel zur Stadtkirche Burgdorf leider nichts.

Stadtkirche Burgdorf, Chorgestühl Photo: Iseli. License: CC-BY-SA-3.0

Musée Ariana (Genève, Suisse)Kommentar WLM 2011, Schweizer Jury: Eine auftrumpfend exaltierte Beaux-Arts-Architektur, die sich und ihren Stifter feiert: Wie will man das als Commons-Fotograf ablichten, also ohne Auftrag, ohne die Möglichkeit, das Gebäude abzusperren und üppig zu beleuchten, den Apparat perfekt auszurichten und mit einem Wort, den Aufwand zu betreiben, den diese aufwändige Rauminszenierung scheinbar fordert? Unmöglich? Nein, offenbar nicht ganz unmöglich, den Beweis sehen Sie hier.

Musée de l'Ariana (Genève, Suisse) Photo: Gfuerst. License: CC-BY-SA-3.0

Rheinau - Ehemalige Benediktinerabtei, Alt-Rheinau

Rheinau - Ehemalige Benediktinerabtei, Alt-Rheinau Photo: Roland zh. License: CC-BY-SA-3.0

Kraftwerk NOK Eglisau-Rheinsfelden, Zollstrasse in Glattfelden

Kraftwerk NOK Eglisau-Rheinsfelden, Zollstrasse in Glattfelden Photo: Roland zh. License: CC-BY-SA-3.0

Langobardenturm in Hospental

Langobardenturm in Hospental Photo: Roland Zumbuehl. License: CC-BY-SA-3.0

Erlenbach im Simmental, Agensteinhaus, FassadendetailKommentar WLM 2011, Schweizer Jury:
«Ein behäbiges, achtunggebietendes Aussehen ist das einzig Angemessene und dem tiefgründigen, satten Erdreich Entsprechende, zwischen diesen wohlgepflegten Feldern und den hundertjährigen Bäumen», schrieb im Jahre 1903 Guillaume Fatio über das Aaregebiet, zu welchem er auch das Simmenthal zählte. Damals kam der Gedanke auf, dass die Kulturlandschaft der Schweiz und darin eingeschlossen sogar ihre Bauernhäuser bedroht sein könnten. Es entwickelte sich Heimatschutz und später auch explizite Bauernhausforschung. Die Fotografie kondensiert diese gefügte, sorgfältig bearbeitete Fassade und nimmt ihr in gewisser Weise ihre Individualität, nur, um im Gegenzug das Exemplarische zu betonen: So hat man einmal Fassaden zusammengesetzt, die darauf ausgelegt waren, viele Generationen zu überdauern. Insofern ist es vielleicht ein Zeichen von Nachhaltigkeit, wenn man auch heute, über hundert Jahre später, noch einmal zitieren darf: «Auch diese Häuser sind sozusagen Kinder des Milieus. Sie entsprechen vorzüglich den gesundheitlichen Anforderungen in einem frischen und zumeist feuchten Klima., während andererseits die ausgedehnten Wälder das zum Bau dieser Häuser erforderliche Holz im Ueberflusse lieferten.»

Guillaume Fatio: Die Augen auf! Schweizer Bauart alter und neuer Zeit. Übersetzt von G. Luck. Atar, Genf 1904. S. 20

Erlenbach im Simmental, Agensteinhaus, Fassadendetail

Der Wohnturm Schweinsberg in Attinghausen

Der Wohnturm Schweinsberg in Attinghausen Photo: Roland Zumbuehl. License: CC-BY-SA-3.0

Suisse, canton de Vaud, Vevey, Bâtiment administratif et Archives Historiques de Nestlé SA.Kommentar WLM 2011, Schweizer Jury: Auf kräftigen, durchmodellierten Füssen, den Pilotis, schwebt das Y-förmige Gebäude über dem sehr transparenten Erdgeschoss. Darüber, fünfgeschossig, hat der Architekt Jean Tschumi seinem Bauherrn eines der ambitioniertesten und Anfang der 1960er Jahre auch grössten Verwaltungsgebäude der Schweiz geplant. Besondere Beachtung fand damals die genau detaillierte und eigens für dieses Gebäude entwickelte Fassade, die, damit sie so standardisiert und ruhig wie auf dem Bild aussieht, gerade nicht aus dem Standardbaukasten kommen durfte. Leider ist das Gelände nicht öffentlich zugänglich, und so gibt es für die Wikipedia – also unter freier Lizenz – nur solche Bilder, denen man anseht, dass hier über die Hecke gelinst wurde. Dafür sieht man dann aber auch grossartige Architektur!

Suisse, canton de Vaud, Vevey, Bâtiment administratif et Archives Historiques de Nestlé SA. Photo: Odrade123. License: CC-BY-SA-3.0

Neuchâtel, Collégiale de Neuchâtel

Neuchâtel, Collégiale de Neuchâtel Photo: Imagepro. License: CC-BY-SA-3.0

Thanks!

The jury would like to thank all participants for their fine contributions!

The price ceremony was at the Kursaal Bern, November 14, 2011.

Rupert Thurner, Wikimedia CH

??, Bundesarchiv

??, Werauchimmer

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